Der Bau der virtuellen Welt rund um das zu Hause von Gap, einschließlich der Matheburg ist nicht ganz so einfach. Das wird noch sehr viel Zeit brauchen, bis alles fertig ist.

Für die Ungeduldigen zur Überbrückung die Geschichte, wie Gap zu seinem Namen gekommen ist.

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kurz vor dem Ende der Winterferien

Bisher hatten sie, Gap, seine Eltern und seine kleine Schwester, in einer großen Stadt gewohnt. Aber jetzt würden sie in eine kleinere Stadt, irgendwo am Rande der Welt ziehen. So jedenfalls hatte es der Papa erklärt. "Dort ist noch jede Menge Natur zu Fuss erreichbar, das wird euch Kindern sicher gefallen!", hatte er gesagt, "Da könnt ihr noch richtige Abenteuer erleben.".

Der Umzug mitten im Schuljahr ist nicht so gut, hatten die Lehrer in seiner Schule dem Papa erklärt, aber so schlimm kann es ja nicht werden, es ist schließlich eine kleine Schule in einer sehr kleinen Stadt, ...

Warum es leichter sein sollte in einer kleinen Schule, in einer sehr kleinen Stadt, hatte er nicht verstanden. Aber egal leichter war gut, den er war nicht so übermäßig gut in der Schule.

 

Der Besuch beim Zahnarzt

Er freute sich riesig darauf, aber vor dem Abenteuer stand noch ein Zahnarztbesuch an. Die anderen (sein Papa und seine kleine Schwester) waren schon losgefahren. Er und seine Mama würden dann nachkommen.

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Der Zahnarztbesuch war dann doch nicht so schlimm, wie befürchtet, nur passte jetzt seine Zunge irgendwie nicht mehr in seinen Mund. Sie war vermutlich doppelt so groß wie sonst. Essen durfte er auch noch nichts.

Los gings in Richtung Abenteuer

 

Seine Mama konnte mit dem kleinen Frosch (so nannte Mama ihr Auto, weil es klein und Laubfrosch grün war) nicht so schnell fahren, wie der Papa, mit dem Großen.

Trotzdem verging die Fahrt sehr schnell.

In der neuen Wohnung angekommen, stand noch alles voller Kisten ...

"Du wirst noch eine Weile warten müssen, bis es Abenbrot gibt" sagte seine Mama, "wenn Du willst kannst Du ja noch eine Weile nach draußen gehen". Er wollte, denn schon auf der Fahrt hierher hatte er die Berge entdeckt und auf einem stand auch eine Burg. Der Weg dorthin war aber sicher etwas zu weit, um es vor dem Abendbrot noch zu schaffen, aber ansehen, wollte er sie sich, wenigstens von weiten.

 

Sein neues Zuhause - am Rande der Welt

Vor den Haus spielten ein paar Kinder. Ein Junge kam auf ihn zu und fragte "Wie heißt Du denn?", "Ghmbrb .." oder so ähnlich klang das, als er versuchte seinen Namen zu sagen, die Zunge war immer noch viel zu dick.
"Gap" fragte der Junge, "ist ja ein cooler Name, woher kommst Du?".

Eigentlich wollte er protestieren, denn er hieß ja nicht Gap, aber da kamen noch die anderen Kinder zu ihnen rüber, und der Junge der ihn gerade gefragt hatte, verkündete stolz: "Das ist Gap, mein neuer Freund!"  

"Gap, spielst du Fussball?" fragten sie gleich, Gap nickte, das mit dem Reden ging ja gerade nicht.

Sie spielten bis zum Abendbrot, ja hier ist es schön dachte Gap, als er abends im Bett lag.

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Der 1. Tag in der neuen Schule

Ein paar Tage später ging die Schule wieder los. Als er in seine neue Klasse kam, wartete schon sein neuer Freund Thomas, der der seinen neuen Namen erfunden hatte, auf ihn und rief "Gap, hier ist noch ein Platz frei". 

Ja das war schon doof der einzige in der Klasse zu sein, der alleine an einer Bank saß, aber nun hatte er Gap und der konnte super Fußballspielen. Das ist jetzt mein Freund, hatte er festgelegt! Thomas war kein Einzelkind, er hatte noch 2 große Brüder, aber die waren schon über 20 und wohnten beide nicht mehr zu Hause. Zu Hause alleine und in der Schule alleine, das war jetzt vorbei, seit sein Gap mit seiner Familie in das Nachbarhaus gezogen ist.

Sie hatten gar nicht bemerkt, dass der Lehrer schon im Klassenzimmer stand. "Du bist also der Neue, na dann herzlich Willkommen Gap" sagte Herr Gauss. Vielleicht hätte Gap jetzt protestieren, und auf seinem richtigen Namen bestehen sollen, aber obwohl seine Zunge jetzt wieder die normale Größe hatte, kriegte er einfach keinen Ton raus.

Seit diesem Tag hieß er für alle Gap. 

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Viel zuwenig Zeit am Rande der Welt  ...

So einfach, wie seine Lehrer gesagt hatten war es in der neuen Schule leider nicht. Gap mußte für fast alle Fächern viel üben, nur in Sport und Musik, seinen Lieblingsfächer, lief es super.Trotzdem gefiel es Gap hier sehr gut, er hatte sofort Freunde gefunden, außerdem hatte es geschneit und der Schnee war liegengeblieben, nicht nur so ein paar Flocken, nein ganz viel Schnee. Er hatte mit seiner kleinen Schwester sogar einen Schneemann gebaut und es lag immer noch genügend Schnee rum für eine ganze Schneemannarmee. Am Wochenende würden sie, Thomas und er, seiner Schwester ein Iglu bauen. Gap hatte Angst dass der Schnee bis dahin wegtauen könnte, aber Thomas hat nur gelacht und gesagt "es ist doch noch kein Frühling". 

Sein Papa hatte mal wieder recht behalten, es war wunderschön hier, am Rande der Welt. Gap wußte natürlich längst, dass die Erde eine Kugel ist, er hatte in seinem Zimmer sogar einen Globus. Aber früher mal dachten die Menschen, die Erde wäre eine Scheibe, da hätte es natürlich auch einen Rand gegeben.

Sein Papa hatte ihm erklärt, dass das mit dem "am Rande der Welt" heute bedeutet, das etwas sehr weit weg vom Zentrum oder der Stadt entfernt ist und dort der technische Fortschritt etwas hinterherhinkt.

Das mit dem technischen Fortschritt stimmt total, dachte Gap. In der Stadt hatten fast alle seine Klassenkamaraden einen Computer, er war einer der wenigen, der keine hatte. Hier hatte keiner seiner Mitschüler einen Computer. Dafür gab es in der Schule aber einen Computerclub.   

Vorerst mußte der Computerclub aber noch warten. Erstmal war die Schule wichtig. Gap war kein Streber, wirklich nicht! Er fand, dass eine Drei eine super Note ist, und sein Papa fand das auch. Allerdings hatte er sich da ein paar Noten eingefangen die deutlich schlechter als eine 3 waren und die waren gar nicht super. Thomas würde ihm helfen, das hatte er versprochen. Er hatte ihn nicht gefragt, ob er sein Freund sein wollte,  Thomas hatte das mal einfach so festgelegt. Gap mochte ihn trotzdem, und ja er wollte gerne sein Freund sein.

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